Falafel mit Feuerwerk: Das himmlische Gastroprojekt RED und das teuflisch gute Trio „Vocal Deluxe“

Hinterlasse einen Kommentar

27. Oktober 2017 von killesberger

Am Freitag, 27. 10. 2017, trafen sich drei, die höchst unterschiedlich sind und vielleicht gerade deshalb hervorragend zusammenpassen: RED, die BUNTE ZEITUNG DER ROTEN WAND, Issam A.-Karims Idee, nicht nur mit Papier, sondern gleich einem kleinen Restaurant Geflohenen großartig zu helfen und drei Frauen, die alles sind, nur nicht leise. Zur Premiere des Gastroprojekts „RED refugees best kitchen“ kamen sie zusammen – der Weltenbummler und Weltverbesserer Issam A.-Karim, seine engsten Vertrauten und Freunde und das „Vocal Deluxe“-Trio Birgit Pläcking, Zorana Memedovic und Antonia Bott.

Die drei Frauen und ihr Programm zu beschreiben, würde den Raum hier sprengen und fällt so schwer wie ihre leichten Texte nachzuerzählen: von Liebeserklärungen an den Mann im Allgemeinen und „Kretsche“ im Besonderen über die A 81 und die serbische Heimat der Sanges- und Violinkünstlerin Zorana bis zur Französischen Revolution und ihre Aufarbeitung in einer Selbsthilfegruppe. Kurz, ein Trio, das ein Trio bot: Sex, Singen, Satire. Standing ovations zum Schlussapplaus für drei begeisternde Künstlerinnen und ein Programm, das lang und dennoch viel zu kurz war.

Doch die eigentlichen „Stars“ des Abends im 1/1 und Issam A.-Karims Gastroprojekt „RED refugees best kitchen“ Am Weißenhof 1 waren die Köche der Köstlichkeiten: die Brüder Mazen, 35, früher Restaurantbesitzer, und Ramin, 30, aus Syrien, Farihe, 29, aus Afghanistan, die nebenberufliche Helferin Myriam, ursprünglich aus Togo, aber eigentlich Sozialarbeiterin des DRK und einer ihrer „Schützlinge“, der sympathische Henry aus Nigeria. Ihre kulinarischen Kunststücke: Falafel vom Feinsten, würziges Taboulet, geschmeidiger Hummus, leckeres Baba Ghanoush, gefüllte Weinblätter; allesamt orientalische Spezialitäten. Zum Schluss wurde es süß und kam aus Afghanistan wie die Köchin: Dessert-Kekse jenseits deutscher Plätzchenseligkeit.

Per Mail gratulierte Sozialbürgermeister Werner Wöfle, der an diesem Abend leider verhindert war. Dafür unter den Gästen: Ayse Özbabacan von der Abteilung Integrationspolitik des städtischen Referats Soziales und gesellschaftliche Integration sowie Marco Oliver Luz, für Flüchtlinge zuständiger Abteilungsleiter im Sozialamt der Stadt.

Danke Ihnen/euch allen, auch Issams Frau Giovanna und seinen großen „Kindern“ Eileen und Dany! Das war ein gelungener Start zu einem künftig hoffentlich ebenso erfolgreichen Triathlon aus Idee, Mut und Tatkraft. Für Menschlichkeit jenseits von Verfügungen und Vorschriften. Viel Glück und Erfolg bei der Fortsetzung, die nach Bewältigung des behördlichen Papierkriegs in etwa zwei Wochen zu erwarten ist.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Freundeskreis Killesberg

Was wann geschah…

Oktober 2017
M D M D F S S
« Sep   Nov »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  
%d Bloggern gefällt das: