Abends beim „Heuss“

Hinterlasse einen Kommentar

21. Juli 2017 von killesberger

Nach dem netten, letztlich aber wenig aussagekräftigen Eröffnungsabend für geladene Gäste war DER KILLESBERGER heute Abend als zahlender, normaler Gast bei „Heuss am Killesberg“. Und angenehm überrascht über das neue und dennoch vertraute Restaurant. Am schwülwarmen Freitagabend waren die drei Terrassenseiten gut besucht, innen verständlicherweise nur wenige Tische besetzt. Schon auf den ersten Blick zeigten sich einige Neuerungen: Der muskulöse Hüne im weißen Oversize-T-Shirt, der uns begrüßte, stellte sich als Restaurantleiter heraus, jedoch nicht vor und bot uns diverse Plätze zur Wahl. Auch wir entschieden uns für einen Terrassentisch. Schon kurz danach erschien eine freundliche Serviererin, die uns praktische Klemmbretter reichte, auf deren fünf A4-Seiten alle Speisen und Getränke verzeichnet waren. Gegen 19.50 Uhr bestellten wir, nicht wenig später kamen Wein, ein süffiger Rosé von Schnaitmann, Wasser und die Vorspeisen:

„Calamaretti“ und „Burrata“. Hätten die eigentlich feinen kleinen Tintenfischlein etwas weniger lange im heißen Fett gebadet, etwas weniger Panade gehabt, und wäre dafür ein Zitronenviertel mehr auf dem Teller gewesen, DER KILLESBERGER hätte es noch mehr genossen. So wie seine Begleitung den italienischen Frischkäse namens Burrata. Jetzt sollten nach Karte und Bestellung ein „Heuss Zwiebelrostbraten“ und ein „Roastbeef mit Pommes frites und BBQ-Dip“ folgen.

Was folgte, waren Regentropfen, die uns zum ersten Umzug unter die Markise bewegten. Nichts für uns bewegt hat sich aus der Küche. Gut, dass wir noch genug Wein hatten und auch das schmackhafte Baguette samt gesalzener Butter die Wartezeit überbrücken halfen. Nach etwa einer Stunde erschien in kurzen Abständen die sehr zuvorkommende Serviererin, die bedauerte und uns beruhigend sagte, dass sie schon in der Küche nachgefragt habe. Nach 1 Stunde und 25 Minuten brachte sie uns, sich nochmals entschuldigend, die Hauptgerichte. Wenn man bedenkt, wie alt Heuss geworden ist, war die Wartezeit auf seinen Rostbraten fast kurz.

Wegen aufkommenden Gewitters waren wir inzwischen noch einmal umgezogen, saßen nun innen und ließen es uns schmecken. Und es schmeckte: Das Roastbeef exakt auf dem Punkt – außen kross, innen rosa – und von kernigem Geschmack, die Pommes frites knackig, Dip nur etwas wenig. Der Zwiebelrostbraten vom Fleisch über zweierlei Zwiebeln bis zum Kartoffelgratin sehr gut. Ebenso wie das abschließende „Schokotörtchen mit flüssigem Kern“ und der aromatische Hochland-Espresso zum guten Schluss. Zum noch besseren Schluss erklärte uns Heuss-Gastronom Christian List die Wartezeit mit dem Personalmangel – fünf statt vier Köche hätten das Problem eventuell gelöst. Viele Köche verderben zwar angeblich den Brei, erfreuen aber vielleicht auch hungrige Gäste. Das mit dem Erfreuen hat Melly, unsere überaus angenehme Serviererin, getan, die trotz des mit ca. 80 Gästen – bei fünf Servicekräften – besetzten Restaurants gleichbleibend freundlich war. Vielen Dank und auf Wiedersehen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Freundeskreis Killesberg

Was wann geschah…

Juli 2017
M D M D F S S
« Jun   Aug »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  
%d Bloggern gefällt das: