Stuttgart zu eng? Ab nach Berlin!

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9. Mai 2017 von killesberger

DER KILLESBERGER hat keinen Koffer in Berlin, aber andere sehr gute Gründe, ab und zu in die Hauptstadt zu reisen. Die Autofahrt von 6 bis 7 Stunden ist zwar kein Ponyschlecken, aber irgendwann auch überstanden. Vorsicht – auf der A9 gibt es kaum normale Rasthöfe/Tankstellen, dafür Autohöfe, die über ein paar Schleifen erreichbar sind. Endlich in der Metropole, die diesen Namen verdient und direkt in Berlin-Mitte: Mehrspurige Straßen, auf denen man fahren kann, ohne nach 500 Metern an einer roten Ampel zu landen, Radfahrer (überwiegend ohne Helm), die auf ihrer eigenen Spur mit einem Affenzahn radikal ihr Recht einfordern, Kleinkinder dafür mit Helm in Buggys – gesehen am Prenzlauer Berg, auch Pregnant Berg genannt –, mehr Touris und Sprachen aus aller Welt als Berliner Schnauze, Eckkneipen in Wohnvierteln, davor auch nachts um 2 Menschentrauben, die keinen Traubensaft trinken, reichlich Hunde und noch reichlicher ihre Häufchen, weniger reichlich Kunden in riesigen Läden für nahezu jede Ware und jeden Bedarf. Darin, dazwischen, davor junge Männer mit kleinen Hüten oder Sherlock-Holms-Mützen, langen Bärten und gelangweilten Gesichtern. Aber für den kulinarischen Genießer drei Tipps, die morgen schon veraltet sein können. Erstens: Große Auswahl köstlicher Dumplings im „Yumcha Heroes“, Weinbergsweg 8, 10119 Berlin. Klein, eng, voll, mit Außenplätzen, freundlichem Service, Blick in die offene Küche und angemessenen Preisen. Zweitens: Österreich trifft Spanien beim Sternekoch aus den Niederlanden; in der „Cordobar“, Große Hamburger Str.32, 10115 Berlin. Groß, eng, voll. Knackfrisches, leckeres Brot in der Papiertüte, eine Vielzahl ungewöhnlicher, überwiegend fleischloser Tapas (man braucht laut Kellner mindestens 4, eher 5, um satt zu werden), aber auch Beef Tatar mit Wachtelei zum Selbermanschen, dazu österreichische Weine und am Ende eine Rechnung, nach der man wirklich satt ist. Ganz anders der dritte Tipp: Fes Turkish BBQ, Hasenheide 58, 10967 Berlin – ein besonderes Erlebnis. Urige location zwischen Ziegelmauern und Kupferrohren, lässig-freundlicher Chef und zuvorkommende Bedienung. Das Besondere: in die Holztische eingelassene Elektrogrills und die Wahl zwischen verschiedenen Fleischsorten, grill-it-your-self, dazu eine große Auswahl köstlicher Mezze. Alles in allem, das Beste, was DER KILLESBERGER seit langem an Türkischem erlebt hat. Wer gerne ruhende Baustellen und deshalb häufige Spurverengungen liebt und osteuropäische Lkw-Kennzeichen studieren will, hat dazu auf der Rückfahrt genügend Gelegenheit. Und freut sich, wenn er den geruhsamen Kurort Stuttgart trotz Feinstaubalarm und Sandmännchen-lifestyle wieder heil erreicht hat. Berlin ist eine Reise wert, Stuttgart ein Zuhause. 

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