Der Freundeskreis trifft sich

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3. Mai 2017 von killesberger

Er ist kleiner geworden und vielleicht auch deshalb effizienter, denn er diskutiert nicht nur, er agiert – der FREUNDESKREIS KILLESBERG. Im Dezember 2015 hatte er sich auf Initiative von Pfarrer Karl-Eugen Fischer, Petra Dais und Bärbel Mohrmann (Evangelische Nordgemeinde) formiert und im Juni 2016, bestens organisiert, die ersten Menschen begrüßt, die sich nach langer Flucht aus etlichen Ländern in den DRK-Containern an der „Roten Wand“ einfanden. Heute Abend fand in der Brenzkirche wieder ein Gesamttreffen der rund 60 aktiven Ehrenamtlichen statt. Von der Sonne bestrahlt und von Karl-Eugen Fischer kurz und prägnant begrüßt, informierte DRK-Teamleiterin Christina Eiermann über den Status im „Camp“. Sie dankte den vielen FREUNDESKREIS-Akteuren und heute, am „Day of Caring“, besonders den freiwilligen Helferinnen und Helfern der Mercedes-Benz-Bank. Die hatten am 3. Mai ihren „Tag der Arbeit“, stellten ein von der Bank gespendetes Zelt auf, pflanzten, putzten, räumten auf und spendeten die Farbe für ein Outdoor-Schachfeld. Jetzt wird es vielen Geflohenen vermutlich noch schwerer fallen, die Container zu verlassen. Denn, so Christina Eiermann: „Die Leute wollen nicht weg!“. Selbst, wenn sie erfreulicherweise eine Anerkennung und Aufenthaltserlaubnis haben und in eine feste Unterkunft umziehen sollen. Bereits 106 Personen sind seit Juni 2016 – damals kamen 126 Personen an – bereits wieder ausgezogen. Von zeitweise 250 Personen sind momentan 200 in der Landenbergerstraße untergebracht. Waren es anfangs zwei Drittel Syrer, hat sich deren Zahl auf jetzt 50 verringert. Insgesamt leben Angehörige aus 22 Nationen im DRK-Camp, davon 35 Afghanen und Gruppen von 10 bis 15 Personen aus dem Iran, Irak, Gambia, Eritrea, Nigeria und selbst aus China. Auch jede Menge „Killesberg-Babys“ verzeichnet Eiermann, zuletzt Anita aus Afghanistan. Neben den Eltern wird sich die Hebamme im Camp über den Nachwuchs freuen. Lobend erwähnte die DRK-Teamleiterin die medizinische Versorgung, besonders durch Dr. Andrea Greiner, die von Anfang an ihr Know-how und ihre Erfahrung zum Nutzen der Geflohenen in den Freundeskreis eingebracht hat. Bärbel Mohrmann, omnipräsente Organisatorin und Mail-Informantin, schloss ihren Dank an alle Beteiligten mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit der weiteren Mitarbeit, da die Unterkunft Landenbergerstraße voraussichtlich noch bis Oktober 2018 bestehen wird und danach in der Tunzhoferstraße vermehrt Bedarf an Helferinnen, Helfern und Aktionen sei. Mohrmann kündigte das nächste große Fest am 2. Juli 2017 nach Ende des Ramadan (26.05.-25.06.2017) an. Der weitere Verlauf des Abends war nur einem gewidmet: Edrissa Saidy. Aber das steht „auf einem anderen Blatt“ hier im Blog.

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Ein Kommentar zu “Der Freundeskreis trifft sich

  1. […] Artikel „Der Freundeskreis trifft sich“ über das heutige Treffen des Freundeskreises […]

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