Ein Festakt ganz eigener Art

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4. April 2017 von killesberger

Wer öfter Veranstaltungen dieser und ähnlicher Art besucht, weiß vor allem eines: es wird lang. Und nicht selten langweilig. Nicht so heute um 17 Uhr in der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste. Die hatte zum „Festakt zur Amtseinführung der Rektorin Prof. Dr. Barbara Bader“ geladen. Bei strahlendem Sonnenschein vor Neubau 2: Handschlag hier, Winken da. Drinnen: das Ganze noch einmal mit anderen Darstellern. Dann: Plätze sichern, Stühle entern, und schon geht es los. Leo Krebs am Klavier, ein umwerfend komischer Alf Setzer mit Mimik am Mikro, BKA (die „Betriebskapelle“) an den Instrumenten und schon jetzt fröhliche Stimmung im Saal. Eine spezielle Interpretation von „Lady Madonna“ gab der neuen Rektorin nicht ganz ernst gemeinte musikalische Tipps für ihre neue Aufgabe. Nicht nur ganz ernst gemeinte Reden folgten. Martin Böhnke, mit viel Lob für noch mehr Interimsjobs bedachter Kanzler in unruhiger Zeit, wies dann darauf hin: „Jetzt wird es ernst!“. Das war ein wenig übertrieben, denn auch Petra Olschowski – Aka-Rektorin vom 1.9.2010 bis 12.5.2016, seitdem Staatssekretärin im Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst – drückte zwar ihren Respekt für die Vielfalt der Kunst an ihrer langjährigen Wirkungsstätte aus, blieb aber in ihrer Begrüßungsrede für „die Neue“ ebenfalls nicht ministeriums-trocken. Sie betonte nach „sechs guten Jahren“, dies sein „ein emotionaler Termin“ und übergab ihrer Nachfolgerin die Ernennungsurkunde. Und wieder wurde es munter musikalisch bis zur lobenden Rede von Lena Hönig, Präsidentin der Verfassten Studierendenschaft. Oliver-A. Krimmel, Vorsitzender der Freunde der Akademie Stuttgart e.V., erinnerte in seiner kurzen humorigen Ansprache an seine eigene Zeit als Grafikdesign-Student an der Aka und die heutige omnipräsente Digitalisierung. Dass er Rektorin Dr.Bader Unterstützung anbot, wenn ihr „die Decke auf den Kopf fällt“, war eine der diversen Anspielungen auf den kürzlichen Deckeneinsturz bei den Bildhauern im Altbau der Aka. Dr. Volker Gerstenmaier, Vorsitzender des Hochschulrats, freute sich über die Kürze der Beiträge seiner Vorredner und folgte diesem Beispiel. Er überbrachte Prof. Dr. Barbara Bader zehn gute Wünsche, unter anderem den, „die Nerven eines Schaukelpferds“ zu haben. Zu guter Letzt sprach die so vielfältig Geehrte selbst und wies auf den Aka-Vorteil der Interdisziplinarität hin. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben: der Entwicklungsplan 2018-2023. Eine ihrer schönsten Aufgaben an diesem Abend: Kanzler Martin Böhnke mit einem Gutschein für den Besuch eines von ihm geliebten französischen Restaurants zu überraschen. Selbst für die Babysitter im Hause Böhnke sorgt die Akademie. Wie der Abend begann, so endete er auch: Mit einer musikalisch-schauspielerischen Performance. Der Rest war Suppe oder Wein, Bier oder Zigarette … und Sonnenschein um halb sieben abends.

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