Gestern waren es Juden …

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1. November 2016 von killesberger

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Die Nachbarn haben weggesehen oder mitgemacht. Die Polizei hat weggesehen und nichts gemacht. Der lange zuvor systematisch aufgehetzte Mob hatte die Macht: In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten im Deutschen Reich die Synagogen. Und es gab unzählige von den nationalsozialistischen Machthabern organisierte Gewaltakte gegen die jüdische Bevölkerung. In diesen Tagen begann auch die Deportation von rund 30.000 Juden in Konzentrationslager. Die meisten von ihnen wurden dort ermordet oder starben an den Folgen der Haft. Die Novemberprogrome führten von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung und knapp drei Jahre später in den Holocaust.

„Die AnStifter“ möchten ein Zeichen setzen, an diese Novembertage erinnern und haben – gemeinsam mit Partnerorganisationen, -initiativen und Einrichtungen – ein Programm des Erinnerns und des aktuellen Umgangs mit diesen Erinnerungen zusammengestellt.

Zum Beispiel eine Veranstaltung mit dem israelischen Zeitzeugen und Autor Reuven Moskovitz, der am 07. 11. 2016 um 19.30 Uhr im Theater am Olgaeck zu erleben ist. Am 08. 11. 2016 stellt Carmen Eckhardt ihren Dokumentarfilm „Vikors Kopf“ im Museum unter der Y-Burg in Stetten im Remstal vor. Sie verfolgt Spuren in der Geschichte, die ihr Urgroßvater Georg Viktor Kunz hinterlassen hat, der 1943 als Antifaschist mit dem Fallbeil enthauptet wurde. Deutschlandpremiere feiert am 20. 11. 2016 im Atelier am Bollwerk der Dokumentarfilm von Jürgen Weber: „Das zweite Trauma – das ungesühnte Massaker von Sant’Anna di Stazzema“. Am 30. 11. 2016, dem letzten Novembertag, der vor 75 Jahren der Vorabend zur Deportation der Stuttgarter Juden nach Riga war, veranstalten „Die AnStifter“ zusammen mit der Nordgemeinde einen Abend in der Martinskirche. Ab 19.30 Uhr liest Titus Simon aus seinem Roman „Hundsgeschrei“, begleitet vom Liederpoeten Eric Beisswenger. Ein Höhepunkt wird sicher der neue Dokumentarfilm von Steffen Kayser über die ehemalige Stuttgarterin Hannelore Marx sein. Die jetzt 94-jährige hat die Deportation nach Riga überlebt und nach der Befreiung in New York ein neues Leben begonnen.

www.die-anstifter.de

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