Bilder wilder Zeiten

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21. Oktober 2016 von killesberger

rtemagicc_6dfd9ab155-jpgIm Theodor-Heuss-Haus erleben und sehen Sie ab Donnerstag, 27. 10. 2016 um 18 Uhr in der Ausstellung „Wilde Zeiten“ – Fotografien von Günter Zint. Über drei Millionen Mal hat Zint auf den Auslöser gedrückt. Die alte Fotografen-Tugend „Ran ans Motiv“ nimmt er stets wörtlich. Das heißt auch: Sich einmischen ins Geschehen. Er gilt als Dokumentarist der deutschen Beat-Szene, des Studentenprotestes sowie der Anti-Atomkraft–, Öko- und Friedensbewegung. Prominent wurde Zint vorher durch seine Aufnahmen im Hamburger Star-Club: Fotos von den Beatles, Jimi Hendrix, Eric Burdon oder den Rattles machten ihn berühmt.

Ein Querdenker war der 1941 geborene Zint schon während seiner Jugend, als er 1958 als Volontär bei dpa in Frankfurt, Berlin und München anfing. Der Ausbildung zum Bildjournalisten und Redakteur folgten Reportertätigkeiten bei „Quick“ und „Twen“, ehe Zint als freier Fotograf in Schweden und England arbeitete. Sein berufliches Interesse galt damals vor allem der Musikszene in London, Berlin und Hamburg. 1964 gründete er in der Hansestadt eine Foto-Agentur. Im damals berühmtesten Beat-Club der Welt in St. Pauli skizzierte er mit seiner Kamera den Club- und Kiezalltag. So entstanden Fotoreportagen mit den Großen der „Swinging Sixties“. Als freier Pressefotograf bebilderte Zint in den 70er- und 80er-Jahren die neuen umwelt- und sozialpolitischen Themen für „Stern“ und „Spiegel“. Seit mehr als vier Jahrzehnten arbeitet Zint mit dem Schriftsteller Günter Wallraff zusammen, dessen erfolgreichste Bücher „Der Aufmacher“ und „Ganz unten“ er illustriert hat. Leidenschaftslose Distanz ist nicht seine Sache: Fotos von prügelnden Polizisten, Steine werfenden Demonstranten, Panzerwagen in Brokdorf, Wackersdorf oder in der Hamburger Hafenstraße finden sich  in seinem Archiv zu Tausenden. So sind seine Schwarzweißfotos für eine ganze Generation zu Ikonen des Aufbruchs geworden, die auch nach Jahrzehnten kaum etwas von ihrer Faszination verloren haben.

Ausstellungeröffnung:Theodor-Heuss-Haus, Feuerbacher Weg 46, Donnerstag, 27.10.2016, 18 Uhr; Ausstellungsdauer: 28.10.2016 – 2.4.2017. Eintritt frei.

www.stiftung-heuss-haus.de

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