Karten zum Kennenlernen

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26. Juli 2016 von killesberger

Visitenkarten_Blog_MUSTERAli Halali oder Laila Aioli oder Bahnhof auf Arabisch? Aufgrund der Sprachprobleme, mehr noch der (für Deutsche) Kompliziertheit der Namen und der Schwierigkeit, sie sich als deutsche/r Gesprächspartner/in zu merken, erhalten die an der „Roten Wand“ zugezogenen Nachbarn jetzt „Visitenkarten“. Nach vorheriger Ankündigung und persönlicher Befragung haben sich 32 Bewohner mit großer Freude dafür entschieden, Frau Pirkko Jahn, die multilinguale Mitarbeiterin des DRK-Teams um Christina Eiermann, hat die Namen und Daten der betreffenden Personen aufgeschrieben und die Designagentur id-büro von OA Krimmel die Karten kostenlos gestaltet. Er lässt sie auch, ebenfalls auf Kosten seiner Agentur, drucken – pro Person 100 Stück. Abweichend von klassischen deutschen Visitenkarten wurde zur besseren Verständlichkeit durch Empfänger Herr/Frau sowie Vor-/Nachname, ggf. Herkunft/Sprache, dazu gesetzt. Eine kleine Hilfe für die neuen Killesberger, ihre alteingesessenen Nachbarn und andere Personen, um zu wissen, wer da nur Bahnhof oder noch nicht mal das versteht. Designer OA Krimmel schreibt dazu:

Viele denken vielleicht spontan „wozu brauchen Flüchtlinge denn Visitenkarten?“ Doch was auf den ersten Blick eher ungewöhnlich wirkt, macht tatsächlich viel Sinn. Zum einen natürlich im Wortsinne … denn eine „carte de visite“, so der französische Ursprung, hinterließ man, wenn man irgendwo zu Besuch war. Genauso wie unsere Gäste, die aus den unterschiedlichsten Ländern zu uns kommen, um hier eine sichere Zuflucht zu finden. Vor allem aber dient diese Visitenkarte dazu, mit anderen Menschen leichter in Kontakt zu kommen und bürokratische Hürden auf Ämtern oder anderen offiziellen Orten zu nehmen. Denn für jemanden, der unsere Sprache nicht spricht, ist ein schwäbisches „wie hoisset sie“ von einem „woher kommet sie?“ nicht ganz einfach zu unterscheiden. Genauso schwer wie für uns mancher der fremdländischen Namen, von denen wir nicht einmal ahnen, ob es ein Frauen- oder Männername ist, geschweige denn wie man ihn schreibt. Diese Visitenkarten schaffen Abhilfe, indem sie klar und übersichtlich das Land, das Geschlecht und die Mobilnummer nebst Adresse übermitteln. Die Rückseite der Karte schmückt ein bewegendes Motiv, denn wir wollten keine „Business-Karte“ kreieren, sondern eine menschliche Geste. Auf der Rückseite finden sich daher jeweils ein individuelles „Stückchen Himmel“ – denn genau dieser Himmel umgibt und verbindet uns alle. Er schwebt wortwörtlich über allem, allen Menschen, allen Glaubensrichtungen und allen Ländergrenzen. Und er visualisiert die Hoffnung auf eine positive Zukunft für uns alle.

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