Zwei km „hin und weg“

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17. Juli 2016 von killesberger

HHG17071605Sonntags um 11 Uhr ist es im Augustinum am Killesberg normalerweise frühstücksstill. Nicht so heute: Bezirksvorsteherin Sabine Mezger und Pfarrer Karl-Eugen Fischer (Brenzkirche) eröffneten mit kurzweiligen und dennoch nachdenklichen Begrüßungsreden einen langen Tag: das Sommerfest am Killesberg. Faszinierende Klänge und Gesang zwischen Orient und Okzident lieferte dazu die syrische Band „Ras el hanout“. Ihr Name – eigentlich der einer arabischen Gewürzmischung – bezieht sich auf ihre eigene Herkunft. Die Künstler kommen alle aus Syrien, sind aber Christ, Moslem, Kurde … und zusammen ein harmonischer Mix. Nach diesem munteren Auftakt verabschiedete Gastgeberin Petra Hellenthal die Augustinum-Besucher in einen sommersonnigen Tag.

Wie in den Vorjahren hatten sich die den Stadtteil prägenden Institutionen für ihren Event ein gemeinsames und dennoch individuelles Programm ausgedacht: Auf und davon ging es unter dem Motto „hin und weg“ zwischen der Architekturgalerie am Weißenhof und dem Bismarckturm – per Fuß oder per Bus über rund zwei Kilometer.

Wie sich eine Stadt mit wenig „Birne“, aber viel Abrissbirne nicht unbedingt positiv verändern lässt, zeigte die architekturgalerie am weissenhof. Das Weißenhofmuseum lud ins Haus Le Corbusier – beide Corbusier-Häuser auf dem Killesberg wurde wie alle Bauten des berühmten Architekten heute Morgen in das  „UNESCO Weltkulturerbe“ aufgenommen –, die Weißenhofwerkstatt im Haus des niederländischen Bauhauskünstlers Mies van der Rohe präsentierte die Architektur der Moderne durch Le Corbusier, im Aktivhaus B10 von Prof. Werner Sobek ließ sich die Zukunft energieeffizienten Wohnens von und für morgen bestaunen und im Augustinum die eigenen Wohnmöglichkeiten im Herbst des Lebens betrachten. Frühling und Sommer des Lebens und die Kreativität der frühen Jahre dokumentierten die Studierenden der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste gleich nebenan. Kunst, genauer Plakatkunst, zeigte die Brenzkirche mit ihrer Ausstellung Plak.Art: Plakate junger Immigranten in Kooperation mit Prof. Patrick Thomas nach einer Initiative von Issam Karim (1/1). Die gegenüberliegende Killesberghöhe stellte auf neu geschaffenen Stelen die Architekten des Stadtquartiers vor und lud zu zwei Architekturführungen ein. Lust auf Luft, auf Grünes und Buntes machte ein geführter Spaziergang durch den Höhenpark Killesberg. Selbst der tapferste Marschierer freute sich danach über einen Sitzplatz in einem der beiden Oldtimerbusse, um zum Theodor-Heuss-Haus zu fahren und deutsche Geschichte zu schnuppern. Oder zum Bismarckturm zu stapfen und Stuttgart von oben zu betrachten. Nach langem hin und her war sicher manche der Besucherinnen und mancher der Besucher ziemlich weg. Denn so viel „Killesbergbesteigung“ gibt es nur einmal im Jahr.

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