Erst Übermut – jetzt Mut?

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3. Juli 2015 von killesberger

HHG03071501Wie bescheuert oder besoffen muss man denn sein, um in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 2015 einen speziell für Kinder ausgestatteten Einkaufswagen von EDEKA Weckert auf der Killesberghöhe zu klauen, damit zum Höhenpark zu tappern und dort den Wagen erst mit dummen Sprüchen zu beschmieren und dann abzufackeln? Das fragen sich Antje Weckert und ihr Team seitdem. Als Anschauungsobjekt steht das corpus delicti jetzt im Eingangsbereich des Supermarktes. Gehen wir einmal davon aus, dass wohl kaum rüstige Pensionäre, fleißige mittelalte Büroangestellte, frisch verliebte junge Paare, treusorgende Hausfrauen oder gar Kinder die möglichen Täter/innen sind, bleiben mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit übermütige Jugendliche. Außerdem ebenso wahrscheinlich die Wirkung von reichlich alkoholischen Getränken, Gruppendynamik, Langeweile und das Versagen von ein paar Bremsen im Kopf. Ist alles irgendwie nachvollziehbar und war früher auch schon so oder ähnlich; vielleicht nicht ganz so radikal. Jetzt aber sollten die Betroffenen auch den Mut haben, sich zu stellen, das Ganze aufzuklären und sich zum Ausgleich demnächst vielleicht bei EDEKA Weckert als unentgeltliche Helfer nützlich zu machen. Dazu brauchte man eventuell noch nicht mal die Polizei, das Jugendgericht und irgendeine mehr oder weniger sinnvolle Jugendstrafe. Also Leute: Füße hoch, Maul auf und nur ein bisschen von dem Mumm, den ihr sonst doch auch zeigt.

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2 Kommentare zu “Erst Übermut – jetzt Mut?

  1. ak sagt:

    Die gewerbetreibenden EDEKA und ALDI könnten möglicherweise selbst dazu beitragen, dass solche Vorkommnisse seltener werden, z.B. dadurch, dass Freitags/Samstags ab z.B. 18:00 Uhr kein Alkohol mehr verkauft wird. Das käme auch den Anwohnern zu gute, die unter den Versammlungen von Jugendlichen – mitsamt Glasbruch, Lärm, „in die Hecken pinkeln“ usw. – leiden müssen.

    • killesberger sagt:

      Danke für Ihren Kommentar. Das ist sicher ein bedenkenswerter Vorschlag. Aber: Soll diese Beschränkung für jeden gelten? Oder nur mit Altersnachweis? Und ab wann? Was letztlich natürlich auch zu vermehrtem Kontrollzwang und Umsatzeinbußen führt. Ob ALDI oder EDEKA das wollen? Es scheint schwer, eine wirksame Lösung dieses Problems zu finden. Man darf gespannt sein, wie sich die unterschiedlichen Interessen hier vereinbaren lassen.

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