Warum Sisi so traurig war

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31. Mai 2015 von killesberger

HHG280515Über die Pfingstfeiertage lief in der ARD (statt an Weihnachten) die 50-er-Jahre K.u.k.-Kino- und Kitschtrilogie um Österreichs schöne und schön traurige Kaiserin Sisi, im Film Sissi. Ein zufälliger Grund mehr, vom Killesberg zum Kahlenberg zu reisen, dem Wiener Hausberg. Und festzustellen, warum Siso so traurig war. Nicht nur wegen ihres armseligen Sommersitzes (siehe Foto). Sicher auch wegen der endlosen internationalen Touristenschlangen, die sich nach strengem heutigem Hofprotokoll im präzisen Minutentakt durch Schloss Schönbrunn bewegen. Dennoch ist Wien mit der Fülle seiner prachtvollen historischen Bauten und dem überreichen Kulturangebot eine Reise wert. Besonders empfehlenswert fand DER KILLESBERGER aus rein subjektiver Sicht: Das Hotel Kärntnerhof, Grashofgasse 4. Weil es klein, aber fein ist und zentral liegt. Dass der große und großartige Schauspieler, Kabarettist & Co. Helmut Qualtinger nebenan im beschaulichen Heiligenkreuz-Hof lebte und die Schauspielerin Christiane Hörbiger hier eine Wohnung hat, sei nur am Rande erwähnt. Stephansdom und Innenstadt sowie zwei U-Bahn- und Straßenbahnhaltestellen sind in unmittelbarer Nähe. Tipp: Die Restaurants Plachutta (Wollzeile 38) sowie Das Schwarze Kameel (ee stimmt! Bognergasse 5). Vergessen können Sie das wegen seines Ambientes viel gelobte Café Central, eine überbewertete Pilgerstätte mit Schlangestehen vorm Einlass, sowie das Schnitzel-Eldorado Figlmüller (Wollzeile), eine typische Tourilocation mit zwar riesigen Wiener Schnitzel (vom Schwein statt vom Kalb), aber mittelprächtiger Gesamtqualität. Mittelprächtig und deshalb eventuell bei einem Kurztrip zu vernachlässigen ist auch der vielgelobte Naschmarkt: mehrere Budenstraßen mit überwiegend italienischen, türkischen und indischen Marktständen. (Die Stuttgarter Markthalle ist leckerer und verlockender!) Auch eine schweineteure Fiakerfahrt sollten Sie eher den Besuchern aus Japan überlassen; Pferde-Duft- und –apfelspuren finden Sie ohnehin kostenlos am Wegesrand. Der sehenswerte ca. 5 km lange Ring (diverse Ringstraßenzüge) ist bequem und kostengünstig mit den Straßenbahnlinien 1 und 2 zu umrunden. Tja, und der „Steffl“, der Stephansdom, ist zwar außen wie innen imposant, aber das ist der Kölner Dom auch. Dann lieber ins kreative Museumsquartier, die herrschaftliche Hofburg und bei Sonnenschein in den sehr schönen Volksgarten. Servus, Sisi!

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