Für uns in Berlin, für den KILLESBERGER bei „Maria“

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10. September 2012 von killesberger

Sein Terminkalender ist so voll wie das Büffet von „Maria“; heute traf sich beides und er sich mit dem KILLESBERGER zum Interview: Dr. Stefan Kaufmann, 43, Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises 1 (CDU), zu dem auch Stuttgart Nord gehört und promovierter Jurist, nahm sich nach Kontakten via facebook und mehreren Anläufen Zeit für ein Gespräch über Berlin und Stuttgart, Bach und BaFög, alte Sorgen und einen neuen Bürgermeister. Vielleicht „seinen“. 

Eine wunderbare Straße

Gestern war er noch in Boston, vor Stunden noch in Berlin, jetzt biegt er hier mit ein paar Minuten Verspätung in die Helfferichstraße ein. Wir sitzen bei „Maria“ direkt an der Straße und unterhalten uns über das kleine Nahversorgungszentrum und den großen Bruder, der demnächst am Killesberg eröffnet. Dr. Kaufmann mag beides. Die, wie er sagt, „wunderbare Straße“, weil sie Flair hat. Und er sich mehr Anziehungspunkte wie „Maria“ hier vorstellen könnte. Seine Oma wohnt in der Azenbergstraße, gute Freunde von ihm ganz in der Nähe. Was er am Killesberg vermisst, ist ein Zentrum. Und dass es „wenig Strukturen“ und so gut wie „keine Feste“ hier gibt, findet er schade.

Eine Bereicherung

In dem im Bau befindlichen „Forum K“ am Killesberg sieht Dr. Kaufmann „eine Bereicherung“ für den gesamten Stadtteil und eine Erweiterung der Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen; nicht nur einzukaufen. Sehr gespannt ist er auf die Entwicklung des Areals vis-à-vis der Brenzkirche, wo vor noch nicht allzu langer Zeit das so genannte „Scenario“ geplant war. Weshalb Dr. Kaufmann den Ergebnissen der für 22.09.2012 anberaumten „Bürgerwerkstatt“ große Aufmerksamkeit schenkt.

Kein Vor-Turner

Als CDU-Kreisvorsitzender hat Dr. Stefan Kaufmann nach der Absage Dr. Schusters, sich erneut zur Wahl zu stellen, die Initiative ergriffen und den Unternehmer Sebastian Turner ins Spiel und Gespräch gebracht. Das hat Dr. Kaufmann nicht nur Applaus eingebracht, doch letztlich hat sich Turner durchgesetzt. Jetzt unterstellen manche Gerüchteköche dem smarten Bundestagsmitglied lange verabredete Förderungen Sebastian Turners. Weil Kaufmann zur Finanzierung seiner Promotion schließlich (vor 14 Jahren!) für Prof. Dr. George Turner, den Vater des jetzigen OB-Kandidaten, gearbeitet hat. Sein Doktorvater war zu dieser Zeit Prof. Dr. Oppermann in Tübingen. DER KILLESBERGER staunt und meint: Vor 14 Jahren hätte sich vermutlich auch der damalige Werber Sebastian Turner nicht vorstellen können, im Jahr 2012 Tischlein-rück-dich durch Stuttgarts Stadteile zu spielen. Er und Dr. Kaufmann kannten sich, haben sich aber erst im Spätsommer 2011 zum Thema OB-Wahl wieder getroffen. Weil der Berliner Abgeordnete einen Kandidaten suchte, der nicht nur über schwäbische Aktenberge, sondern auch schon einmal über die Stuttgarter Halbhöhe hinaus geblickt hatte. Gewinnt Turner, gewinnt natürlich auch Kaufmann. Und umgekehrt. Aber das sieht der weit gereiste CDU-Bundespolitiker Dr. Stefan Kaufmann einstweilen recht gelassen.

Die Welt und die Heimat

Gestern war er für drei Tage in Boston an der US-amerikanischen Ostküste, jetzt schwärmt er von Kapstadt, begeistert sich für Budapest, hat in Brüssel, auch in Leiden/Niederlande gelebt und dazu in London, mag Paris … und kann doch seine schwäbische Herkunft, schon qua Aussprache, nicht verleugnen. Was er von seinen vielen Auslandstrips mitgebracht hat? Den Wunsch nach mehr Weltoffenheit, mehr Kommunikation im vielschichtigen Miteinander – auch in Stuttgart, seiner Heimatstadt. Hier vermisst er wenig. Vielleicht, auf Befragen, ein Konzerthaus. Und Wasser. Sagt Dr. Kaufmann und trinkt „Orangina“.

Bach und Bildung, Ballett und BaFög

Die Zeit drängt und DER KILLESBERGER hat noch einige Fragen. Die ergeben sich schon aus Kaufmanns zahlreichen Ämtern und Funktionen. Seine Liebe zu Oper, klassischer Musik und Ballett kommt bei all dem seit langem zu kurz. Er hört mit Begeisterung Bach und Barockmusik, Bruckner und Beethoven, spielt selbst seit Kindertagen Orgel, liebt Ballett, muss aber auf dem Berliner Politparkett auf zahlreichen anderen Hochzeiten tanzen. So engagiert er sich im Bereich Bildung und Forschung für mehr Planbarkeit und technologische Lösungen für „die Zeit nach dem Verbrennungsmotor“ und will Existenzgründer unterstützen.

Und was ist mit Stuttgart 21?

Die Sorgen vieler Bürger über eine Gefährdung der Mineralquellen und die Problematik der Untertunnelung nimmt Dr. Kaufmann ernst, glaubt aber an das Know-how der Experten und Ingenieure, die solche eventuell möglichen Gefahrenquellen frühzeitig erkennen und beseitigen werden. Er sieht in dem umstrittenen Projekt, unter Berücksichtigung aller Bedenken, vor allem einen Vorteil für Stadt, Region und Land. Und einen Zukunftsbaustein für Stuttgart. Ein kurzer Blick auf die Uhr, ein schneller Händedruck nach einer starken Stunde, DER KILLESBERGER dankt für das Gespräch.

4 Kommentare zu “Für uns in Berlin, für den KILLESBERGER bei „Maria“

  1. Danke fürs Gespräch sagt:

    „………. „glaubt“ aber an das Know-how der Experten und Ingenieure………“ Glauben heisst bekanntermaßen „nicht wissen“ oder in diesem Fall besser „hoffen“.

    Welch edler Mensch, der Herr Kaufmann, nehme an, die Boston Reise für drei Tage war rein privat, oder?

  2. Bei der Bostonreise handelte es sich um eine Delegationsreise mit dem Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zur GAIN-Tagung. Das Ziel dieser Tagung ist es, deutsche Wissenschafler aus den USA nach Deutschland zurück zu holen. In Nordamerika arbeiten ca. 20.000 deutsche Forscher – zumeist exzellent ausgebildet. Ihnen wollen wir Perspektiven in Deutschland bieten. http://www.gain-network.org/page/Willkommen/ und http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2012/pm_1208301.html

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